Vet- Darm 88
Vet- Darm 88
Hilft bei Verdauungsproblemen, bei Magenübersäuerung, bei Magen-Darm-Erkrankungen.
- Medikamenteneinnahme
- nach Wurmkur oder Wurmbefall
- Störungen der Darmfunktion
- Aufbau der Darmflora
- keimbindend
- Darmmilieu aufbauend
- mit natürlichem Inulin (Chicoree)
Semecarpus, Fenchel, Chicoree, Kamille, Rosmarin, Lachesis, Melisse, Colocynthis
Inulin ist ein besonderer Ballaststoff aus der Natur mit positivem Einfluss auf die Darmflora. Eine gesunde und ausgewogene Darmflora ist die Grundlage für die Gesundheit ihres Vierbeiners.
1 bis 3 mal täglich 1ne Tablette
Der Hunde - Darm
Hunde die mit einer Unverträglichkeit zu kämpfen haben leiden oft an einem gestörten Darmmilieu und einer gereizter Darmschleimhaut. Die natürlichen Darmbakterien werden geschädigt. Oft gut erkennbar an einem schleimigen Überzug des Kots und Durchfall. Nicht zu vergessen das Immunsystem, welches vom Darm gesteuert wird. Ohne intaktes Darmmilieu keine funktionierende Abwehr. Eine vermehrte Bildung von Gasen (Aufblähung, Gärung) kann zu einer überhöhten Säureproduktion und einem dadurch verbundenen entgleiten des pH- Wertes führen. Der Hund bläht viel. Auslöser sind oft : Medikamente, Wurmbefall, Futtermittelallergie, Giardien, Darmbakterien und vieles mehr, sie alle schädigen die Darmschleimhaut.
Durch die gestörte Darmflora wird das Immunsystem, welches zum größten Teil vom Darm gesteuert wird immer schwächer und pathogene Keime können eindringen. Es bilden sich immer mehr gasbildende Darmbakterien. Der Hund ist Aufgebläht und gleicht einem kleinen Ballon. Fäulnisprozesse / Gärungen im Darm entstehen auch durch zu viel Proteine. Die Bakterien greifen die Darmflora an und Blähungen entstehen. Wenn der Magendruck erhöht wird, tritt eine vermehrte Milchsäurebildung auf und diese führt zu Schleimhautreizungen. Stress und eine vorgeschädigte Darmflora können die Geschichte chronisch werden lassen.
Blähungen sind immer ein Zeichen des Organismus für Unstimmigkeiten im Magen- und Darmtrakt. Blähungen und Fäulnisgase können langfristig die Darmflora schädigen und das Immunsystem außer Kraft setzen. Eine gestörte Darmfunktion zieht massive Verdauungsprobleme nach sich. Die Nahrungsaufschlüsselung ist gestört und die Botenstoffe finden nicht ihr Zielgebiet. Stoffwechselstörungen und Leberprobleme können die Folge sein.
Verstopfung
Welpen unter künstlicher Aufzucht leiden häufiger unter Verstopfung als andere. Den Welpen fehlt das Ablecken der Hündin, was normalerweise den Kotabsatz auslöst. Es entsteht eine Dysregulation zwischen der aufgenommenen Nahrung und der Darmtätigkeit. Die Bäuche der Welpen schwellen an und sie quietschen wenn man sie berührt. Ständige Blähungen gehören ins Krankheitsbild, wird hier nicht schnellsten eine Behandlung eingeleitet, entsteht bei den Welpen eine Lebervergiftung. Die Verstopfung wird durch verminderte Wasserabgabe an den Darm, was eine Eindickung zur Folge hat, ausgelöst. Es kommt zu einer Stauung auszuscheidender Stoffwechselprodukte, was eine Rückvergiftung zur Folge hat. Ursachen für eine Verstopfung können neben den genannten auch Bewegungsmangel, Überfütterung, Wassermangel, Fieberschübe, Darmlähmung, Darmentzündung, Fremdkörper (Haare etc.), Leberleiden, Bauchspeicheldrüsenerkrankung etc. sein. Der Hund zeigt Appetitlosigkeit, Bewegungsunlust, ist apathisch und wirkt schläfrig, der Bauch ist gespannt und hart und es kann zu einer Temperaturerhöhung kommen
Durchfall
Es muss dringend abgeklärt werden, ob bei dem Welpen Darmparasiten wie Spulwürmer oder Coccidien vorhanden sind. Peitschenwurmbefall kommt vermehrt bei Welpen aus Händlerbeständen vor und ruft Schwäche und Durchfall hervor der mitunter auch blutig sein kann. Bei Befall mit Askariden, die durch das mütterliche Blut über die Plazenta oder durch die Milch in den Welpenkörper gelangen, wandern Larven über das Blut, die Lunge und die Trachea zurück in den Darm. Aufschluss über einen Wurmbefall ergibt eine Kotuntersuchung, die dringend erforderlich ist.
Oft reagieren Welpen mit Durchfall auf verändertes Futter oder vertragen die Muttermilch nicht. Eine Fehlgärung oder bakterielle Darminfektion kann vorhanden sein. Bei Durchfall mit dunklem Kot, geht man in der Regel von einer Erkrankung der vorderen Darmabschnitte aus, während bei hellem Kot oft eine Erkrankung im hinteren Darmabschnitt vorhanden ist. Im Winter sollte man darauf achten, dass die Welpen keinen Schnee zu sich nehmen, denn das Kalte kann ebenfalls eine Reizung des Magen- Darm- Traktes führen.
Durchfall kann vom Dünn- oder Dickdarm ausgehen und kann akut oder chronisch verlaufen.
Symptome
Apathie
Körpertemperatur kann zwischen 38 und 39°C sein kann aber auch bis zu 39.5°C ansteigen
Häufiger Drang Kot abzusetzen
Große Mengen an flüssigem Kot werden abgesetzt
Übelriechende, stark stinkender Kot mit Schleim- oder Blutbeimengung
Austrocknung durch den Wasser- und Salzverlust
Auszehrung durch den Verlust von Nährstoffen und Fett
Tenesmen beständiger schmerzhafter Stuhlgang
Akuter Durchfall des Dünndarms
Der akute Durchfall des Dünndarms dauert in der Regel 24 bis 48 Stunden und besitzt selten eine Schleimbeimengung, jedoch sind Blutspuren möglich. Der Kot variiert von brauner bis rotbrauner Farbe.
Chronischer Durchfall des Dünndarms
Besteht eine Durchfallerkrankung länger als 7 bis 10 Tage, spricht man von einem chronischen Durchfall. Der Hund scheidet große Mengen wässrigen Kot aus. Die Absatzhäufigkeit ist zwei bis dreimal höher. Die Farbe des Kots ist üblicherweise bräunlich und kann bei Blutbeimengungen schwarz erscheinen. Schleim ist selten und nur in kleinen Mengen im Kot vorhanden.
Ursachen
Bakterien (Salmonellen, Yersinien, EHEC, Campylobacter, Clostridien etc.)
Pilze- Mykosen (Darmbesiedelung durch Hefe- oder Schimmelpilze)
Viren (Rotavirus, Coronavirus, Parvovirus etc.)
Darmparasiten (Kokzidien, Giardien, Spulwürmer etc.)
Stressbedingte Faktoren (durch Störungen des vegetativen Nervensystems)
Giftige Substanzen (Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Dünger etc.)
Futtermittelallergie (vor allem durch Konservierungs- und Farbstoffe)
Plötzliche Futterumstellung (häufig bei Welpen)
Füttern von Tischabfällen (ungeeignet für den Verdauungstrakt)
Verdorbene Nahrungsmittel (durch bakterielle Besiedelung oder Pilzgifte)
Befall mit Giardien
Giardien sind mikroskopisch kleine Dünndarm – Parasiten. Mit Hilfe ihres Bauchsaugnapfes sind die Durchfallerreger in der Lage, sich an der Darmwand des Wirts festzusetzen, d. h. sie dringen nicht in das Gewebe ein. Dort vermehren sie sich dann millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut. Um andere Lebewesen (u. a. auch Menschen) zu befallen, umgeben sich jeweils zwei Giardien mit einer schützenden Hülle und lassen sich über den Kot ausscheiden. Durch die Hülle sind sie bis zu Wochen geschützt, bevor sie vom neuen Wirt über verschmutzes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Die infektiösen Parasiten bleiben in feuchten Böden bis zu sieben Wochen infektiös, in kühlem Wasser (4 °C) bis zu drei Monaten, wobei sie unter optimalen Bedingungen sogar mehrere Monate lebensfähig bleiben können. Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus. Andere befallene Individuen leiden an Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Durch mangelnde Hygiene im Wasser- oder Futterbereich kommt es zu einer Ansteckung.
Befall mit Kokzidien
Kokzidien befallen vorwiegend den Magen – Darm – Trakt und bewirken je nach Befallsstärke Durchfall. Die Erkrankungen durch Kokzidien nennt man Kokzidiosen. Sie kommen bei Haustieren wie Hund, Katze und Kaninchen, aber auch bei Geflügel und Fischen vor. Als Therapie werden sog. Kokzidiostatika verabreicht. Die Krankheit kann nach erfolgreicher Behandlung rasch abheilen. In besonderen Fällen, z. B. bei Jungtieren, kann sie auch tödlich enden. In einer Wirtszelle, meist des Magen- Darm- Kanals, des Blutes oder der Leber, vollziehen sie eine ungeschlechtliche Vermehrung in Form eine Spaltung.
Befall mit Spulwürmern
Die von erwachsenen Weibchen im Darm abgelegten Eier gelangen mit dem Kot in die Umwelt. Dort findet noch im Ei bei ausreichender Feuchtigkeit und Temperaturen von 8 bis 35 °C innerhalb von 12 Tagen (unter Laborbedingungen, im Freien wesentlich länger) die Entwicklung über ein Larvenstadium hin zur zweiten Larve statt. Diese wird vom Tier aufgenommen und schlüpft im Dünndarm. Von hier aus bohrt sie sich durch die Darmwand und wandert über den Blutstrom zur Leber, wo sie sich wieder häutet und eine dritte Larve heranwächst. Diese gelangt nun zum Herzen und über den Lungenkreislauf in die Alveolen, dort häutet sie sich abermals und wird zur vierten Larve, welche nun über die Bronchien und Luftröhre zum Kehlkopf wandert. Von dort aus wird sie entweder abgehustet oder geschluckt. Die Dauer dieser Phase beträgt 30 bis 35 Tage. Nun kehrt die Larve wieder zum Dünndarm zurück, wo sie zum erwachsenen Tier auswächst. Die Weibchen legen am Tag bis zu 200.000 Eier. Lebensdauer des Parasiten beträgt bis zu eineinhalb Jahren.
Bei Haustieren besteht daneben die Möglichkeit einer somatischen Wanderung. Die Larven des 2. Stadiums können hierbei aus dem Bereich der Bronchien in den Blutkreislauf übertreten oder direkt die Pleurahöhle besiedeln. Die über das Blut (hämatogen) verbreiteten Larven können sämtliche Organe des befallenen Tieres befallen, werden dort eingekapselt und bleiben über mehrere Jahre infektiös. Bei einer eventuell auftretenden Trächtigkeit des Tieres bilden diese Larvenstadien die Hauptquelle für die noch im Uterus erfolgende Infektion des Fötus. Die Larven erzeugen gelegentlich allergische Reaktionen. Bei der Lungendurchwanderung kommt es zur Ascaris-Pneumonie, mit Husten, Fieber, starker Verschleimung und asthmaähnlichen Anfällen. Im Darm rufen sie Koliken hervor, wobei die adulten Würmer die Bauchspeicheldrüsengänge, den Darm oder die Gallengänge blockieren können. Sie blockieren auch teilweise die Verwertung der Nahrung, speziell der Laktose. Bei Sensibilisierung kommt es zu heftigen allergischen Reaktionen.